Germaican Observer: Über die Zeit bevor Du Deejay wurdest ist nicht gerade viel bekannt. Würdest Du bitte Deinen Fans erzählen, wie Du ins Musikgeschäft gekommen bist und welche Jobs Du davor hattest.
Lady Saw: Mein richtiger Name ist Marion Hall a.k.a. Lady Saw und ich bin jetzt seit sieben Jahren Jamaikas bester weiblicher Deejay. Die Leute sehen das auch so, wenn gerade keine neuen Platten von mir laufen.
Bevor ich mit dem Singen anfing, hatte ich so seltsame Jobs wie z.B. bei "Freezone", einer Bekleidungsfirma auf Jamaika, zu arbeiten. Zuerst nähten Leute die Sachen zusammen und ich mußte dann anschließend die überstehenden Fäden abschneiden. Aber ich mochte diesen Job nicht, ich denke, ich war nicht dafür geeignet. Also begann ich, nebenbei eigene Sachen zu machen wie deejayen, ich machte das am Arbeitsplatz und die anderen Arbeiter gaben mir Geld dafür. In der ersten Woche als ich Geld bekam, sagte ich ihnen, daß ich gehen würde und sie sagten mir: "Wir werden Dich vermissen", aber ich antwortete ihnen: "Nein, ich bin nicht für diesen Job gemacht". Also ging ich ins Studio, traf zwei Produzenten und bat sie um eine 'Chance am Mike' im Studio und sie gaben mir diese Chance. Es gefiel ihnen, was ich machte und wie ich klang und sie fingen an, mich aufzunehmen. Zuerst traf ich Leute, die mir das Blaue vom Himmel versprachen, aber es geschah einfach nichts, also ging ich von da weg. Es gab einen Produzenten, der mein Manager und Verleger war und über die Jahre damit Geld gemacht hat, ohne mir meine Anteile auszuzahlen - ich habe erst kürzlich herausbekommen, daß er in England noch immer an meinen Sachen verdient. Er heißt Piper, ich nannte ihn so und so heißt auch sein Label.
Ich habe jede Art von Jobs gemacht, ich hatte ältere Freunde, die bessere Positionen hatten, ich habe mich um deren Haushalte gekümmert.

G.O.: Wie kam es zu Deinem Künstlernamen "Lady Saw", das ist ein ungewöhnlicher Name.
L.S.: Naja, es gab doch diesen großen Sänger Tenor Saw, der war sehr angesagt auf Jamaika, der hatte so einen typischen Sound, und ich klang wohl so ähnlich - also nannten die Leute mich Female Saw, Muma Saw oder Lady Saw. Bei "Lady" ist es dann geblieben und mit der Zeit änderte ich meinen Stil und wurde eigenständiger und das gefiel allen.
Ich habe am Anfang conscious Sachen gesungen mit "sauberen" Texten und die Leute haben sich nicht groß darum geschert (vielleicht auch, weil ich eine Frau bin); also habe ich gewechselt und die harten Sachen gesungen wie die Männer und die Leute fingen an, aufmerksam zu werden, etwa: "Ja, die ist cool, die rockt, die ist geil". Ich habe das Notwendige getan, um dahin zu kommen, wo ich heute bin. Ich gehe raus auf die Bühne und singe offen über Sex, was ich von einem Mann haben möchte und ich verteidige immer die Frauen und sage ihnen "Laßt Euch von keinen Mann unterdrücken, behaltet die Kontrolle". Damit verursache ich manchmal heftige Kontroversen auf Jamaika; in Montego Bay heißt es meistens: "Oh, wir können sie hier nicht auftreten lassen, sie ist zu obszön", aber ich habe riesig viele Fans, und meine Fans "kämpfen" jeden Tag für mich. Also wenn die Behörden sagen: "Laßt uns sie verbieten", dann geht ein großer Aufschrei durch Jamaika, selbst die "hohen Tiere" in der Gesellschaft verteidigen mich, dadurch bekommt niemand diese Chance, mich zu verbieten.

G.O.: Wie steht es mit dem Respekt und wie war es für Dich als Frau, ins Musikgeschäft zu kommen?
L.S.: Viele Frauen beklagen sich darüber, daß die Produzenten zuerst mit ihnen ins Bett wollen. Bei mir war das nicht so, ich war von Anfang an gut, also gab es keine Probleme bei den Aufnahmen. Einmal lief es ungefähr so ab: ich sah fünf Männer im Studio und fragte den Produzenten: "Hey, kann ich was auf Dein Tape singen?", er fragte mich: "Wie heißt Du?" und ich sagte: "Ich bin Lady Saw". Dann ging ich rein und ließ es richtig krachen, zog die Aufnahme in einem Stück durch. Sie sagten: "Verdammt, sing' noch ein anders Stück" und am Ende ließ ich dem Produzenten drei Stücke da und er sagte zu den Männern: "Diese Frau ist abgefahren, die ist härter als Ihr alle"; also damit hatte ich keine Probleme.
Wenn du eine Frau bist, werden die Männer versuchen, dich ins Bett zu kriegen, aber es liegt bei dir als Frau zu sagen: "Hör' mal - entweder mein Talent oder gar nichts". Also, ich hatte keine Probleme, in das Geschäft reinzukommen, mein Vorteil ist, daß ich verschiedenes kann: singen, deejayen, Rap, Country und Western, Lovers Rock, was auch immer. Ich hatte eine Menge Gelegenheiten: ich habe einen Song mit Missy Elliott gemacht, mit einem Mädchen namens Vitamin C und jetzt verwendet Hershey Bar diesen Song "Put a Smile on Your Face". Ich habe das Stück "Gimme a Reason" geschrieben, das von einem Country & Western-Sänger gecovert wurde, das war ein bedeutender Schritt für mich. Es war großartig; ich habe als eine Frau soviel erreicht, daß einige Männer das am liebsten gar nicht wahrhaben wollen. Wenn ich zu einer Show fahre, kommen jedes Mal viele Leute wegen mir, genau so wie sie auch wegen Beenie Man oder Bounty Killa kommen würden, ich habe dieselbe Anziehungskraft. Deswegen buchen die Promoter in der Regel auch eher mich als andere Frauen, denn sie sagen sich: "Ja, wegen Lady Saw kommen die Leute".

G.O.: Bei welchem Song wurden die Leute aufmerksam und sagten: "Ja, Lady Saw ist da"?
L.S.: Der Song, mit dem ich zuerst bekannt geworden bin, war wie eine Hymne für die Frauen, ich hatte jedenfalls genug Mumm, 'rauszugehen und zu sagen: "Lieber Gott, laß für mich ein Wunder geschehen, daß ich einen Mann für mich allein finde." Ich hatte genug Mumm, 'rauszugehen und zu sagen: "Hey, schaut her, ich bin einsam, ich brauche einen Mann - jemanden, mit dem ich zusammen leben will, jemanden, der mich respektiert und der nicht in diese Partnerschaft kommt, um mein ganzes Geld zu verbrauchen." Das war ein großer Hit, die Frauen liebten den Titel und danach machte ich zwei anzügliche Stücke, "If the Man Lef" und "Stab up the Meat". Ich war mit Stone Love unterwegs und sah die Reaktion der Leute, die drehten völlig durch, wenn diese Stücke gespielt wurden. Also ich würde sagen, diese drei Songs, und "Gimme a Reason" kam auch sehr gut an.

G.O.: Du bist jetzt bei der Shocking Vibes Crew, erzähl' doch mal mehr darüber.
L.S.: Shocking Vibes kümmern sich jetzt um mein Booking und sie übernehmen mein Management. Patrick Roberts ist mein Manager und sie buchen Shows für mich, aber ich habe die Freiheit zu tun, was immer ich wirklich möchte. Ich bin jetzt zwei Jahre bei ihnen, aber es gefällt mir noch immer, allein zu sein.

G.O.: Warum ist das so?
L.S.: Ich hatte diesen Manager, der die ganzen Jahre über nicht ehrlich zu mir gewesen ist, wir haben sechs Jahre zusammengearbeitet und er war nicht ehrlich. Als ich das herausfand, habe ich mich selbst um das Booking und alles gekümmert. Ich hatte irgendwie Angst, mich auf jemanden oder irgendwas einzulassen. Es gab etliche Firmen, die mich unter Vertrag nehmen wollten, aber ich hatte stets Angst, einen Vertrag mit jemandem zu unterschreiben. Aber als ich dann zu viel um die Ohren hatte (ich habe jetzt drei Kinder zu Hause, ein adoptiertes Kind und zwei andere Jungs, manchmal auch noch die zwei Töchter von meiner Schwester), bin ich dann zu Shocking Vibes gegangen. Ich hatte sowieso schon beinahe einen Vertrag mit ihnen, also entschied ich mich dafür.

G.O.: Du bist schon eine ganze Zeit präsent; während andere weibliche Künstler (und auch Männer) kamen und gingen, bist du noch immer da. Was unterscheidet Dich von anderen Künstlern?
L.S.: Im Alltag bin ich eine zurückhaltende Person, aber wenn ich auf die Bühne gehe, sage ich mir: 'Los geht's, dann will ich den Platz mal ordentlich rocken', und ich komme eben mit voller Energie und mache auch, wozu ich dann gerade Lust habe, gehe z.B. hinunter zu meinem Publikum. Ich schreibe meine Stücke selbst (es schreiben auch andere für mich und wenn mir eine Idee gefällt, nehme ich sie), und ... ich weiß auch nicht - die Leute lieben mich einfach, vielleicht, weil ich eine völlig bodenständige Person bin. Ich bemerke das bei vielen Künstlern: sie fangen an, Geld zu verdienen und legen sich einen anderen Gang zu, das Rüpel-Image ist ein Problem. Viele Leute sehen mich herumlaufen und sagen: "Mensch, ich kann gar nicht glauben, daß Du einfach so herumläufst" oder denken: "Sie wirkt so normal"; ich ziehe einfach Shorts und Sandalen an und gehe so überall hin. Leute, die schlecht über mich reden und mich nicht kennen, wenn die mich dann kennenlernen, sind sie völlig überrascht ...
Ich weiß nicht, ich denke, es ist einfach die Art, wie ich bin (sie lacht); ich habe auch einen Song gemacht, der so heißt ("The Way I am"). Ich denke, das ist der Schlüssel zu meinem Erfolg. Ich bin eine entschlossene Frau, wenn ich falle, dann stehe ich auf, klopfe mir den Staub ab und gehe wieder weiter. Wenn Leute schlecht über mich reden, gibt mir das eher Kraft, also gehe ich los und arbeite noch mehr. Ich denke, das ist der Schlüssel.

G.O.: Du solltest eigentlich im vergangenen Jahr auf Europa-Tour kommen, diese Tour wurde abgesagt und es gab Gerüchte, das wäre deswegen gewesen, weil Du zu viel Geld wolltest. Was passierte damals?
L.S.: Was passiert ist? Ich werde Dir die ganze Geschichte erzählen und Dir alle Zahlen nennen, weil ich bislang keine Gelegenheit hatte, meine Version der Story zu erzählen. Also dieser Promoter in Amerika wollte die Tour machen, er sagte, es kämen etwas über US$ 70.000 zusammen, wovon für mich etwa US$ 25.000 übrig bleiben würden, und das war für mich o.k. Als es dann losgehen sollte, habe ich noch ein paar Leute aus meiner Tourbegleitung herausgenommen, so daß weniger Hotelzimmer und andere Dinge bezahlt werden mussten. Dieses Geld, das ich eingespart hatte, wollte ich noch zusätzlich ausgezahlt bekommen, und er war damit einverstanden. Weniger als eine Woche danach rief er mich zurück und sagte, daß er mehr Geld für andere Sachen ausgeben muß, es ging vor allem um Steuern in Europa und dies und das. Also würde ich von den gut US$ 70.000 für 13 Shows US$ 13.000 erhalten - wie kann ich denn da von Jamaika nach Europa fahren, wenn ich für 13 Shows US$ 13.000 bekommen soll, also US$ 1.000 für jeden Auftritt?
Außerdem hatte er so eine beschissene Art als ich ihm sagte, daß ich dafür nicht fahren kann, denn für Shows in Amerika bekomme ich US$ 10.000 oder US$ 15.000. Natürlich sind die Preise auf einer Tour anders, da gibt es größere Shows, wo du bis zu US$ 10.000 bekommst, aber eben auch US$ 5.000, US$ 3.000, US$ 2.000, manchmal auch bloß US$ 1.500. Das ist mir doch klar, mal gibt es größere Shows und mal kleinere, und am Schluß wäre ich auch damit zufrieden, wenn das Verhältnis stimmt. Aber wenn ich von vornherein 13 Shows für jeweils US$ 1.000 machen soll, dann bringt es das nicht. Aber er sagte mir: "Lady Saw, ich weiß ja, daß Du sonst für US$ 15.000 arbeitest, aber sieh mal, wohin ich Dich bringe." Worauf ich ihn unterbrach und sagte, er soll damit aufhören, schließlich kennt er mich nicht und weiß nicht, auf welchem Niveau ich sonst lebe und er soll mir nicht auf so eine miese Tour kommen - mir gefiele die Art nicht, wie er mit mir redete und er solle die Sache einfach vergessen.
Das eigentliche Problem war, daß ich nicht wußte, daß der Mann die Shows bereits an lokale Veranstalter verkauft hatte und daß diese bereits Flyer gedruckt hatten. Hätte ich das gewußt, hätte ich eben meinen Stolz schlucken müssen und wäre wegen der Leute gefahren, denn ich würde mein Publikum oder zukünftige Fans nicht im Stich lassen.
Aber das wußte ich nicht und als andere jamaikanische Künstler von dort zurückkamen, sagten sie mir, daß ich auf Flyern angekündigt gewesen war. Davon war ich geschockt, denn ich wußte nicht, daß es bereits Flyer gab, obwohl der Vertrag nicht unterzeichnet war. Jemand rief mich aus Europa an und sagte mir, ich wäre auf einer Web-Seite, und da stünde dann auch solcher Mist wie daß ich mich wie eine "Dancehall Queen" aufführen und US$ 15.000 pro Show verlangen würde. Natürlich kann ich keine US$ 15.000 für eine Show verlangen, wenn es um eine Tour geht, ich habe doch Erfahrung damit, ich bin ja regelmäßig unterwegs. Also, das waren einfach falsche Informationen und Lügen, um sich selbst zu schützen. Aber man sollte halt auf keinen Fall mit Promotern, bei denen man sich nicht sicher ist, über Shows sprechen. Die Termine waren noch nicht einmal bestätigt. Also diese ganzen Geschichten von wegen hohe Geldforderungen sind Lügen. Meine Großmutter sagt immer: "Viele Wenig machen ein Viel". Also wenn er vorher offen zu mir gesagt hätte: "O.k., Du bekommst US$ 3.000 für diese Show in Dänemark, Du bekommst US$ 2.000 dafür und US$ 1.000 dort" usw., dann wäre das für mich in Ordnung gewesen. Aber ich bin nicht so billig, daß er mir für jede Show nur US$ 1.000 geben kann und du schuftest dafür die ganze Zeit fast ohne Ruhetage durch.
Diese Sache war nicht gut für mich, aber ich habe nicht das große Geld verlangt, das ist eine Lüge und wenn ich gewußt hätte, daß die Flyer bereits draußen waren, wäre ich hingefahren und hätte den örtlichen Veranstaltern erzählt, was ich haben wollte; dann hätten sie vielleicht gesehen, ob jemand versuchen wollte, mehr Geld auf die Seite zu schaffen, ohne mir das zu geben, was ich angeblich verlangt haben soll.

G.O.: Es gab einige Künstler auf Jamaika, die Dich in ihren Songs persönlich attackiert haben, weil Du keine Kinder hast. Wie fühlst Du Dich dabei?
L.S.: Ach ja, richtig (sie lacht). Ich war mit einem Mann längere Zeit zusammen und wir dachten schon daran, Kinder zu haben. Aber dann trennten wir uns, und wenn ich jetzt zurückblicke, ist es gut, daß ich keine Kinder habe. Ich bin jetzt mit jemandem zusammen, der bereits zwei Kinder hat und wir wollen Kinder haben und ich kann auch Kinder haben. Da ist dieser Deejay, der am "Absaufen" ist - ich denke, er ist der unerträglichste Deejay auf Jamaika, der lauter schräge Geräusche von sich gibt. Ein Ertrinkender wird sich an jeden Strohhalm klammern, und da kam er eben und versuchte die Tatsache, daß ich keine Kinder habe, in einen Song zu bringen und sich einen Spaß damit zu machen. Ich mache jedenfalls keine derartigen Witze über andere, so was ist unterhalb der Gürtellinie. Diesen Leuten kann ich nur sagen, wenn Ihr nicht glaubt, daß ich Kinder haben kann, dann geht zu Dr. Daley vom Verband der Jamaikanischen Gynäkologen und fragt dort! Ich jedenfalls weiß, daß meine Eileiter frei sind und mit meinem Eisprung alles in Ordnung ist. Genau das hat mir mein Arzt letztens gesagt und ich solle mir keine Sorgen machen.
Solche Leute erzählen Scheiß', um an ein bißchen Geld zu kommen. Nach dem Song macht er dann einen anderen und sagt, daß es eine Lüge war ("It's a Lie"). Ich rede nicht einmal mit ihm, er versucht, mit mir zu sprechen; solchen Leuten sage ich höchstens, daß sie kein Talent haben und nichts weiter tun als den Leuten die Ohren vollzulärmen und Scheiße zu erzählen. Ich kann das in der Öffentlichkeit so über sie sagen, weil ich Freundinnen habe, die mit ihnen zusammen gewesen sind. Eine Freundin erzählte mir, daß er sie, nachdem sie in einer Nacht zusammen waren und mit dem, was sie getan haben, fertig waren, um 500 $ (Jamaikanische Dollar, entspricht ca. DM 25,- / Anm. G.O.) angebettelt hat. Was für ein abgebrannter Typ, vielleicht brauchte er Benzin für seinen Wagen oder was zu essen, also der hat bestimmt nicht meine Klasse. Ich wollte ihm erst antworten und auf die Sache einsteigen, aber dann sagte ich mir, daß diese Leute bloß jemanden von der Spitze haben wollen, der sie aufwertet, aber diese Hilfe bekommt er von mir nicht. Ich weiß zu viel über sie; sie sind abhängig von Frauen, die ihnen Klamotten und Schmuck kaufen, das sollte nun wirklich nicht so sein, diese Leute sind nicht in meiner Liga und ich hebe sie auch nicht herauf.
Wenn ich soweit bin, daß ich Kinder haben möchte, dann werde ich es auf jeden Fall so einrichten - und wenn ich keine bekommen könnte, gäbe es auch eine Lösung, denn ich habe Geld und heutzutage gibt es die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung.

 

G.O.: Shaggy hatte in diesem Jahr einen Riesen-Erfolg. Was denkst Du darüber und gibt es Pläne, ein Stück zusammen mit Shaggy zu machen?
L.S.: Oh, ich habe bereits vor Jahren ein Stück zusammen mit Shaggy aufgenommen, das war eine Cover-Version und die war geil. Der Song, den Shaggy geschrieben hat, "It wasn't me" ist ein großer Hit, und nachdem er ihn gemacht hatte, schrieb er die weibliche Antwort-Version für mich, die ich mit einer Sängerin namens Marsha aus Shaggys Big Yard Crew zusammen aufgenommen habe, die Gesangs-Parts sind von ihr. Nachdem es eingesungen war, sagte ich, es ist zu schlicht und wenn Shaggy sagt: "It wasn't me", warum dann nicht auch "Son of a Bitch". Es hat sich gut in Amerika verkauft, aber sie unterstützen es nicht in dem Maße, wie sie es für Shaggy tun. Seine und meine Plattenfirma sollten längst ein Video dafür gemacht habe, aber ich sehe noch immer kein Video. Wenn sie das Video gemacht und gleich nach Shaggy rausgebracht hätten, wäre es sicher richtig abgegangen, aber manchmal bist du halt bei einer Firma, die kein Geld ausgeben will oder allenfalls die übliche Summe.

G.O.: Du warst auf dem letzten Album von Missy Elliott; wie ist es, mit ihr zu arbeiten und wie ist Dein Verhältnis zu ihr?
L.S.: Oh, Missy ist wirklich ein sehr netter Typ, sie ist ein völlig natürliches, sehr cooles Girl und sie hat so eine große Begabung, Stücke zu schreiben! Sie hat mir ihre ganzen Telefonnummern gegeben, aber wohl deswegen, weil wir so sehr beschäftigt sind, rufen wir uns nicht an. Ich komme mit allen gut hin, mit Eve, Lil Kim, Foxy Brown, wer auch immer. Wir sind starke Persönlichkeiten und ich finde es gut, wenn Frauen stark sind und einfach ihr Ding machen.

G.O.: Du arbeitest gerade an Deinem neuen Album, wie wird das werden?
L.S.: Mein Album wird im Juni auf VP erscheinen und sie planen auch, mir eine Combination mit Eve oder Lil Kim zu geben. Aber ein Freund erzählte mir jetzt von jemandem, die genauso gut wäre und um vieles preiswerter, denn meine Firma gibt nicht gerade viel Geld aus. Alle Stücke auf meinem Album sind gut. Neulich erst habe ich ein Stück für Sly & Robbie aufgenommen, für dieses Mädchen Rah Digga (aus der Flip Mode Squad von Busta Rhymes), also die Dinge entwickeln sich.

G.O.: Das war's, ich bin sicher, Deine Fans hier in Deutschland werden es schätzen, dass Du ein paar Dinge klargestellt hast, und bleib weiterhin das Nr.1-Girl!
L.S.: Danke und big up!

Nadine - G.O./ Leipzig

talk about it
to the top
 
Inhalt:
G.O. HOME
INTERVIEW I
Lady Saw
INTERVIEW II
Concrete Jungle
RIDDIM REPORT
World Report
SPLASH! aktuell
TAPE OF THE MONTH
Sentinel Sound
Dancehall Mixes Vol.3

JAMAICAN CHARTS


G.O. MESSAGE BOARD
G.O. CHAT
Das grosse Meeting immer Donnerstags 21 Uhr
ARCHIV
G.O. complete
G.O. LINKS
G.O. NEWSLETTER?
Deine E-mail-Adresse:

news bestellen
news abbestellen

e-mail: observer@germaica.net

© Mai-Juni 2001
by TOPP Entertainment
Alle Rechte vorbehalten.

 

© 1999 - 2001 Topp Entertainment